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Menstruation Songs- circling through agony and ecstasy

experimenteller Zyklus / Lydia Waldhör

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3. März 2023 | 14:00 - 19:00

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Der Kunstcorner präsentiert als Höhepunkt das Gesamtkunstwerk Menstruation Songs

Das Projekt Menstruation Songs setzt sich auf experimentelle Weise mit dem Menstruationszyklus auseinander.  Im Zuge dessen sind eine Sound- und eine Videoarbeit entstanden, die die unterschiedlichen Prozesse des Zyklus abbilden und hörbar machen.

Die Arbeit besteht aus zwei Teilen, zum einen die Soundinstallation Uterische Frequenzen, zum anderen eine Videoarbeit mit dem Titel Zykulationen. 

Mit einer Gruppe von 13 Frauen wurde über den Zeitraum von 13 Monaten ein, von der Künstlerin entworfenes, Zyklustagebuch geführt. Das Tagebuch ist so strukturiert, dass an jedem Tag eine Liste an verschiedenen Punkten markiert werden kann. Diese Parameter geben einen Überblick über die an dem Tag erfahrenen emotionalen und körperlichen Zustände und strukturiert in Folge die Soundcollage der ausfüllenden Person.

In weiterer Folge wurden den Parametern Töne und Geräusche zugeordnet, welche von den beteiligten Personen eingesungen wurden.

Aus diesem Pool aus Klängen, hat die Künstlerin die Soundcollagen zusammengestellt, die ein Bild von der Zyklusrealität jener spezifischen Person erzeugen. Jeder einzelne der „Songs“ ist unterschiedlich und zugleich wird die kollektive Erfahrung des zyklischen Seins dargestellt.

So sind die Töne und Geräusche zwar bei allen dieselben, sie bekommen aber durch die Vertonung der jeweiligen Person ihren individuellen Charakter.

Zusätzlich zu den Songs gibt es ein Video, dass die unterschiedlichen Phasen und Zustände des Zyklus abbilden soll. Im Video stehen vier Personen als Stellvertreter*innen für alle Personen die menstruieren, die sich in unterschiedlichen Lebens- und Er-Lebensphasen befinden. 

Im Video dienen Münder als Stellvertreter für die eigentlich betroffenen Vulvalippen. Sie formulieren stimmlos die verschiedenen Stadien des Zyklus und bilden diese auf immaterielle, durch das digitale Medium Film, vom Körper entkoppelter Form ab.

So entsteht eine intime, gleichzeitig unschuldige Abbildung der individuellen und kollektiven Erfahrung des sich im Menstruationszyklus befindenden Körpers.

Ein wichtiger Aspekt des Videos ist es,  zu zeigen, dass nicht nur cis Frauen menstruieren, sondern unterschiedlichste Personen mit verschiedensten Genderidentitäten. 

Das Video möchte auf spielerische Art einen Raum eröffnen, der Platz für möglichst viele unterschiedliche Lebenskonzepte bietet.

Es kann jedoch immer nur ein kleiner Bereich abgebildet werden, da die gelebten Realitäten für jede Person unterschiedliche sind und niemals alle adäquat wiedergegeben werden können.